Welldorf 1939 bis 1946

 
  Herbst 1944 - Nach heftigen Kämpfen nehmen die Alliierten als erste deutsche Großstadt Aachen ein. Doch an der Rur, etwa 20 Kilometer östlich von Aachen, bleibt der amerikanische Vormarsch stecken. Drei Monate lang liegt die Front fest - Schicksalstage für eine Region im "Schlachtfeld Rheinland"!
   
  Auch für den kleinen Ort Welldorf, etwa fünf Kilometer östlich von Jülich gelegen, waren diese Monate schicksalhaft. Furchtbarer Höhepunkt war der schwere Luftangriff auf Jülich am 16. November 1944, als auch Welldorf heftig bombardiert wurde. 33 Menschen kamen in dem mit Einheimischen, Flüchtlingen und Soldaten überfüllten Dorf ums Leben. In den Tagen darauf mussten alle Zivilisten den Ort verlassen. Nur mit dem Allernötigsten ging es mit dem Zug oder mit Pferd und Wagen ins Ungewisse. Von Ende November 1944 bis zur Einnahme des Ortes durch die Amerikaner Ende Februar 1945 lag Welldorf im Feuerbereich der feindlichen Granaten. Zum Teil erst nach vielen Monaten konnten die Welldorfer in ihre schwer zerstörte Heimat zurückkehren.
   
  Heute, mehr als 60 Jahre nach Kriegsende, leben noch Zeitzeugen, die Krieg und Neuanfang miterlebt haben. Der Historiker Michael Hecker hat mehr als 100 Männer und Frauen über ihre Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs befragt. Über 700 Seiten Text und mehr als 800 Fotos und Dokumente kamen im Laufe der mehr als einjährigen Recherche zusammen. Aus der Vielzahl von Berichten hat der Autor die besonders typischen, ergreifenden und interessanten ausgewählt und in dem Buch "Welldorf an der Heimatfront" veröffentlicht. Es umfasst die Zeit vom Ausbruch des Krieges bis zum Neuanfang. Nicht die große Politik steht darin im Mittelpunkt, sondern der Alltag der Menschen in der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit.
   
  Das Buch „Welldorf an der Heimatfront“ ist im Oktober 2005 im Selbstverlag des Verfassers erschienen.